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ETFs kaufen

Updated 9 Jun 2020
Warren-Buffet ‘The Sage of Omaha’ discusse what to buy now

ETFs werden bei vielen Anlegern immer beliebter. Hier erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie ETFs kaufen können. Die wichtigste Voraussetzung ist ein passendes Depot bei einer Bank, einer Direktbank oder einem Onlinebroker. Exchange Traded Funds sind, wie der Name schon sagt, Fonds, die an einer Börse gehandelt werden. Der Kauf selbst erfolgt damit in der Regel während der Handelszeiten an einer Börse.

Erster Schritt Depoteröffnung

Der erste Schritt zum ETFs kaufen ist die Eröffnung eines Depots. Anleger sollten bei der Wahl des passenden Anbieters darauf achten, dass die Handelskosten möglichst gering sind und keine Gebühren für die Depotführung anfallen. Darüber hinaus sollte der Anbieter der Wahl die gewünschten ETFs anbieten. Die Depoteröffnung ist bei den meisten Anbietern bequem online möglich. Kann auch die Identifizierung, bei der Anleger über ihren Ausweis oder Reisepass ihre Identität nachweisen müssen, online erfolgen, dauert die Depoteröffnung oft nur wenige Minuten. Wird noch das PostIdent-Verfahren genutzt, kann es ein paar Wochen dauern, bis die ersten ETFs gehandelt werden können.

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ETFs kaufen

ETF-Handel direkt an der Börse

ETFs selbst können dann über das Depot direkt an der Börse gekauft und verkauft werden. Dieser Vorgang ist ähnlich wie beim Kauf und Verkauf von Aktien. Meist können ETFs überall dort gekauft werden, wo auch der Aktienhandel möglich ist. Um dann einen bestimmten ETF kaufen zu können, muss der Anleger den Namen des ETFs sowie die Wertpapierkennnummer (WKN oder ISIN) kennen. Darüber hinaus muss der Anleger wissen, wie viele ETFs er kaufen möchte. Der eigentliche Kaufvorgang dauert bei den meisten Depots nur wenige Sekunden und erfolgt vollständig online. Auch der Verkauf eines ETFs erfolgt über das eigene Depot direkt an der Börse. Der Verkauf ist theoretisch jederzeit möglich, da es keine Mindesthaltedauer gibt.

Beim ETFs kaufen müssen Anleger zudem die Öffnungszeiten der Börsen beachten. Beispielsweise ist der Handel an der elektronischen Börse Xetra von 9 bis 17.30 Uhr möglich. Regionalbörsen wie die Börse in Stuttgart bieten den Handel sogar bis 22 Uhr am Abend an. In der Regel kaufen Anleger ihren Wunsch-ETF während dieser Börsenöffnungszeiten. Darüber hinaus ist es sinnvoll, die Börsenöffnungszeiten des Heimatmarktes des Index, der dem ETF zugrunde liegt, zu kennen. Dies kann mit Blick auf die Liquidität am Markt wichtig sein und sich auf den Spreads auswirken. Beispielsweise kann der späte Nachmittag ideal sein, um einen amerikanischen ETF zu kaufen.

Ordermaske im Depot ausfüllen

Nach dem Einloggen ins Depot wählen Anleger den gewünschten ETF aus. Zum Kauf des Fonds muss ausreichend Guthaben auf dem Verrechnungskonto vorhanden sein. In der Ordermaske können Anleger in der Regel den Menüpunkt „Order“ auswählen und dort ihren Kaufauftrag eingeben. Dort muss oftmals auch die WKN bzw. ISIN eingeben werden. Danach wird der Name des ETFs und der aktuelle Kurs angezeigt. Anleger können nun nochmals prüfen, ob sie den ETF wirklich zum aktuellen Kurs kaufen möchten.

Danach müssen Anleger die Börse auswählen, an der sie den ETF kaufen wollen. Auch verschiedene Orderarten und -funktionen können nun gewählt werden. Der Kauf wird bei vielen Anbietern abschließend durch die Eingabe einer TAN bestätigt. Die Transaktion wird in der Regel nach zwei Bankarbeitstagen auf dem Depot gebucht und die Kosten vom Verrechnungskonto abgebucht. Viele Broker bieten zudem Funktionen wie Limit Orders beim Kauf von ETFs an der Börse an. Anleger sollten daher prüfen, ob dies im Rahmen des Risikomanagements für sie interessant ist.

Kosten beim jeweiligen Anbieter beachten

Die Kosten für den Kauf eines ETFs hängen vom jeweiligen Broker und dessen Preismodell ab. Durchaus üblich sind Gebühren von fünf bis zehn Euro sowie eine Gebühr von rund 0,25 Prozent, die vom Handelsvolumen abhängt. Einige Broker arbeiten auch mit Flat-Modellen. Im Vergleich zu anderen Fonds sind ETFs sehr günstig, da unter anderem Managementgebühren und Ausgabeaufschläge entfallen.

ETFs sind beim Kauf etwas teurer als beim Verkauf. Die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufskurs wird Spread oder auch Geld-Brief-Spanne genannt. Dennoch sind die Kosten oft geringer als bei anderen Fonds. Bei ETFs muss kein Fondsmanager eingreifen, was die Kosten für die Anbieter deutlich reduziert.

Ein direkter Kauf bei einem Emittenten ist bei ETFs wie auch bei Aktien nicht üblich. Investmentfonds können dagegen beim Emittenten direkt erworben werden. ETFs sind auch aus dem Grund vergleichsweise günstig und einfach zu handeln, da die Märkte sehr liquide sind. Ausnahmen bilden lediglich einige ETFs für Nischen oder Schwellenländer. Hier ist oft auch der Spread höher.

ETF kaufen Anleitung

ETFs vor Kauf gut vergleichen

Vor dem Kauf lassen sich ETFs gut über die sogenannte Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio) vergleichen. Diese wird von der Rendite abgezogen. Die Jahresgebühr ist bei ETFs meist sehr niedrig. Anleger sollten ohnehin die für sie infrage kommenden ETFs vor dem Kauf gut vergleichen. Oft stellen die Anbieter alle wichtigen Informationen und Kennzahlen übersichtlich zusammen.

Ratsam ist es zudem, das eigene Depot so breit wie möglich aufzustellen. ETFs auf Indizes haben schon von Hause aus den Vorteil, dass der zugrundeliegende Basiswert, beispielsweise der DAX oder der S&P 500, breit aufgestellt ist. Verliert eine Aktie im Index an Wert, kann dieser Verlust durch ein anderes Mitglied im Index wieder ausgeglichen werden. Ideal ist es, ETFs aus verschiedenen Branchen und Ländern in das Depot aufzunehmen.

Bei der Wahl des besten ETFs ist es wichtig zu wissen, dass diese in der Regel an der Börse frei gehandelt werden. Allerdings kommen einige ETFs nur für erfahrene Anleger infrage. Darüber hinaus ist es bei vielen Broker nicht möglich, ETFs aus den USA zu erwerben. Daher kann es sinnvoll sein, sich auf ETFs zu konzentrieren, die in Europa aufgelegt wurden. Viele stammen aus Luxemburg oder Irland.

Große ETF-Auswahl bei vielen Brokern

Beim Vergleich mehrerer ETFs ist es praktisch, einen Broker zu wählen, der viele Details zum Finanzinstrument transparent und übersichtlich angibt. ETFs auf Indizes haben den Vorteil, dass Anleger unabhängig von ihrem Broker jederzeit Informationen und aktuelle Kurse des Indexes finden und prüfen können.

Mittlerweile gibt es einige Tausend ETFs. Die Auswahl ist damit sehr groß, was für einen gründlichen Vergleich spricht. Bei ETFs auf Indizes ist es sinnvoll, sich zunächst für einen passenden Index zu entscheiden. Da es meist mehrere ETFs auf den DAX oder den MSCI World gibt, können nun die ETFs der einzelnen Emittenten und deren Renditechancen verglichen werden. Anfängern wird oft geraten, ETFs auf weltweite Indizes wie den MSCI World zu handeln.

Darüber hinaus ist jeder ETF-Kauf auch mit Risiken verbunden. Einige ETFs gelten als riskanter als andere. Bei der Eröffnung eines Depots müssen Banken und Broker eine Chance-Risiko-Profil jedes neuen Kunden erstellen. Dazu werden unter anderem die bisherigen Anlageerfahrungen herangezogen. Unter Umständen kann es dazu kommen, dass einige ETFs für Anleger nicht handelbar sind.

ETF-Sparpläne als Alternative

Eine Alternative sind ETF-Sparpläne. Diese eignen sich vor allem für regelmäßige Einzahlungen, beispielsweise monatlich oder vierteljährlich. Allerdings ist nicht jeder ETF sparplanfähig. Bei ETF-Sparplänen müssen Anleger einige weitere Schritte ausführen, bis der Sparplan angelegt ist. Auch hier ist ein Depot der erste Schritt. Beim Anlegen eines ETF-Sparplans legen Anleger zunächst die Höhe des Sparbetrags, beispielsweise 50 oder 100 Euro, fest. Im zweiten Schritt entscheiden sich Anleger für ein Sparintervall. Sie können beispielsweise einmal im Monat, einmal im Halbjahr oder einmal jährlich Geld einzahlen. Oft können die Sparraten und -intervalle im Laufe der Laufzeit angepasst werden.

Bei der Wahl eines passenden ETF Brokers sollten Anleger darauf achten, welche und wie viele ETFs sparplanfähig sind. Dazu sollten die anfallenden Gebühren gut verglichen und auch auf besondere Aktionen geachtet werden. Bei Sparplan-ETFs gibt es zudem immer einen geplanten Start und ein festgelegtes Ende.

ETFs kaufen Tipps

ETFs mit Strategie handeln

Wie auch beim Kauf anderer Finanzprodukte sollten Anleger auch an den ETF-Kauf mit einer Strategie herangehen. Beispielsweise können sich Anleger dafür entscheiden, eher konservative ETFs zu kaufen, die den Referenz-Index exakt abbilden. Hier gibt es seit einigen Jahren sogenannte Core-ETFs, die auch für Anfänger interessant sind. Bei anderen Strategien kombinieren Anleger konservativere und riskantere ETFs.

Darüber hinaus können Anleger sich auch für Aktien- oder Anleihe-ETFs entscheiden. Für Anfänger sind dabei Blue-Chip-Aktien aus den großen Indizes ideal. Dabei gibt es einen Unterschied in der Vorgehensweise, wie Gewinne ausgeschüttet werden. Einige Aktien-ETFs schütten Gewinne nicht aus, sondern legen sie automatisch wieder an. Bei einigen Anleihe-ETFs werden die Gewinne dagegen einmal im Jahr ausgeschüttet. Alternativ sind ETFs auch für Rohstoffe und andere Assets verfügbar.

Insgesamt eignen sich ETFs sehr gut für langfristige Anlagen. Da sich einige Indizes über die Jahre sehr gut entwickeln, ist somit auch der Kaufzeitpunkt oftmals weniger wichtig. Denkbare Verluste gleichen sich über die Jahre hinweg wieder aus. Liegt der ETF zum Ende der geplanten Laufzeit im Minus, so kann es sich in vielen Fällen lohnen, den geplanten Verkauf zu verschieben, bis sich der Index wieder erholt hat.

Fazit: ETFs kaufen auch für Anfänger leicht verständlich

ETFs sind Anlageinstrumente, die auch für Anfänger oft gut verständlich sind. Der erste Schritt zum Kauf von ETFs ist die Eröffnung eines Depots bei einem passenden Anbietet. Danach können sich Anleger in ihr Depot einloggen und dort den Kauf zum aktuellen Kurs abschließen. Der Kauf selbst erfolgt an der Börse selbst. Wichtig ist, dass Anleger die Wertpapierkennnummer des ETFs kennen. Bei ETF-Sparplänen gibt es einige weitere Schritte, die Anleger und Sparer durchführen müssen, um regelmäßig Geld anzusparen.