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Forex Trading – so können Anleger am liquidesten Markt der Welt investieren

Updated 24 Nov 2020
Aktienanalyse

Wer denkt, dass der Aktienmarkt besonders groß ist, kennt den Handel mit Devisen noch nicht. Der Währungsmarkt gilt als liquidester und größter weltweit, denn Währungen werden zu jeder Zeit irgendwo auf der Welt gehandelt. Anleger können von den Wertentwicklungen der einzelnen Devisenpaare partizipieren. Forex Trading ist nicht nur für professionelle Anleger, sondern auch für weniger erfahrene Trader mit etwas Übung möglich. Wir zeigen, wo die Anleger Forex handeln können und was dabei überhaupt zu beachten ist.

  • Keine globale Aufsicht über Devisenmarkt
  • Handel mit Majors & Minors möglich
  • Devisen können nahezu rund um die Uhr gehandelt werden
  • Trader sind beim Devisenhandel besonders flexibel

Vorzüge beim Forex Trading

Warum kann es sich für Anleger lohnen, in Devisen zu investieren? Der wohl größte Vorteil liegt in der Liquidität des Marktes selbst. Der Markt ist deutlich größer und entspricht einem Vielfachen des Aktienumsatzes weltweit. Da die Devisengeschäfte meist über elektronische Systeme abgewickelt werden, gibt es auch nicht die eine Forex Börse, wie etwa beim Handel mit Wertpapieren. Stattdessen können die Anleger durch den außerbörslichen Interbankenhandel Handelskosten sparen, wenn sie einen geeigneten Broker für ihre Aktivitäten finden. Da die Auswahl der renommierten Forex Broker mittlerweile enorm ist, bietet ein Vergleich Unterstützung, um einen geeigneten Anbieter zu finden.

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Forex Trading nahezu ohne Unterbrechung möglich

Die Anleger können außerdem ohne Unterbrechungen investieren, denn der Forex-Markt selbst kennt keine Pausen. Im Gegensatz zu den Wertpapieren lassen sich Devisen rund um die Uhr handeln. Die Anleger müssen beispielsweise nicht erst auf den Eröffnungskurs einer Aktie warten, sondern können flexibel zu jeder Zeit investieren. Es gibt zwar wenige Ausnahmen, zu denen der Devisenhandel nicht möglich ist, doch das Zeitfenster ist gering. Aufgrund der Zeitverschiebungen können die Anleger fast ununterbrochen agieren. Grundsätzlich wird der Handel von sonntags, 22:00 Uhr bis freitags, 23:00 Uhr angeboten.

Tipp: Wer sich als weniger erfahrene Anleger mit dem Devisenhandel vertraut machen möchte, kann bei vielen Brokern ein kostenfreies Demokonto eröffnen. Oftmals steht es sogar zeitlich unbegrenzt mit einem beachtlichen virtuellen Guthaben zur Verfügung.

Welche Devisenpaare werden gehandelt?

Weltweit gibt es viele verschiedene Währungen. Besonders stark sind erfahrungsgemäß der USD, EUR, GBP, SFR oder JPY. Ca. 80 Prozent des globalen Devisenhandels finden in diesen Leitwährungen statt. Deshalb werden sie umgangssprachlich auch als „Majors“ (Hauptwährungen) bezeichnet. Natürlich stehen bei den Online Brokern auch andere Devisenpaare zur Verfügung. Sie werden unter exotische Devisen oder „Minors“ zusammengefasst. Die Leitwährung steht stets an erster Stelle eines Devisenpaares, wie beispielsweise USD/CAD. Zu den exotischen Währungspaaren gehören die Devisen der Schwellenländer, wie beispielsweise USD/ZAR oder USD/THB.

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Minors oder Majors – was ist besser beim Forex Trading?

Es lässt sich nicht pauschal sagen, dass Majors oder Minors besser für das Forex Trading sind. Der Unterschied liegt vor allem in der Verfügbarkeit sowie der Preisbildung. Die wichtigsten Währungspaare werden erfahrungsgemäß bei sämtlichen Brokern für den Handel zur Verfügung gestellt. Deshalb finden Anleger eine besonders große Auswahl und können die Preise besser miteinander vergleichen. Nicht alle Broker bieten hingegen die Exoten oder Minors. Dennoch können auch sie aufgrund einer interessanten Preisentwicklung für die Investments von Vorteil sein. Wer sich auf solche Devisenpaare fokussieren möchte, muss häufig allerdings eine etwas intensivere Brokersuche vornehmen. Welche Devisenpaare für den Handel infrage kommen können, hängt vor allem von der Kursentwicklung ab. Nicht nur die Hauptwährungspaare, sondern auch die Minors eignen sich deshalb für den Handel bei einer interessanten Kursentwicklung.

Hinweis: Wussten Sie, dass es weltweit über 100 Währungen gibt? Handelsmöglichkeiten am Devisenmarkt sind damit nahezu unendlich.

Wer macht den Preis am Devisenmarkt?

Viele Anleger stellen sich die Frage, wie es eigentlich zu der Preisbildung am Devisenmarkt kommt. Entscheidend sind vor allem die Notenbanken, wie beispielsweise:

  • Europäische Zentralbank (EZB),
  • US-Notenbank (Federal Reserve),
  • Bank of England (BoE)
  • Bank of Japan (BoJ)

Sie steuern das Zinsniveau bei den Devisen und nehmen damit einen enormen Einfluss auf die Marktentwicklungen. Deshalb sind die aktuellen Marktnachrichten und Entscheidungen der Notenbanken stets besonders wichtig, wenn es um das Forex Trading geht. Wer in Devisen investieren möchte, sollte immer über die aktuellsten Entscheidungen der Notenbanken informiert sein. Gerade deshalb bieten viele Broker auch automatisierte Benachrichtigungen als Push-Mitteilungen via SMS oder E-Mail. Sobald beispielsweise die amerikanische Notenbank die Zinsen erhöht, kommt es meist zur Aufwertung des USD zu anderen Währungen. Besitzen die Anleger in dieser Phase USD, können sie besonders hohe Gewinne erzielen.

Konjunktur beeinflusst Devisenkurse ebenfalls

Neben den Notenbanken gibt es weitere Einflussfaktoren auf die Devisen. Die Konjunkturentwicklung spielt ebenfalls eine maßgebliche Rolle. Deshalb sollten Anleger auch stets die konjunkturelle Lage im Blick behalten. Es gibt einige Währungen, welche beispielsweise als sogenannte Rohstoffwährungen gelten. Ihre Kurse reagieren besonders sensibel, wenn es um die Veränderungen am Rohstoffmarkt geht. Beispiele dafür sind der Australische Dollar oder der südafrikanische Rand. Letzterer partizipiert primär durch steigende Goldpreise. Dieses Wissen haben Trading Anfänger häufig nicht. Doch sie können es erlernen, wenn sie die entsprechende Bereitschaft dazu mitbringen. Viele Broker stellen mittlerweile umfangreiche Weiterbildungsangebote zur Handelsunterstützung für die Trader bereit. Wie die Erfahrungen zeigen, sind diese Schulungsangebote sogar meist kostenfrei.

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Forex Trading: Der passende Broker ist entscheidend

Die Auswahl eines geeigneten Forex Brokers ist enorm wichtig. Dabei geht es nicht nur um die angebotenen Devisenpaare, sondern vor allem um die Handelskonditionen. Nicht überall können die Anleger zu attraktiven Kosten agieren, denn es gibt laut unseren Erfahrungen aus dem Forex Broker Vergleich deutliche Unterschiede bei den Kostenmodellen. Die Trader sollten darauf achten, dass der Broker das Depot gratis zur Verfügung stellt, um zusätzliche Kostenbelastungen zu verhindern. Außerdem ist es sinnvoll, wenn eine mobile Anwendung für das Smartphone oder Tablet angeboten wird. Der Grund ist einfach: Gerade beim Forex Trading ist häufig Schnelligkeit beim Investment gefragt. Handelsentscheidungen müssen auf Basis von aktuellen Marktlagen innerhalb von wenigen Minuten oder sogar Sekunden getroffen werden. Doch die wenigsten Anleger sind ständig vor dem PC. Wer bei seinem Forex Broker eine App nutzen kann, hat einen enormen Vorteil, denn er erhält nicht nur sämtliche aktuellen Marktnachrichten bequem auf das mobile Endgerät, sondern kann auch ortsunabhängig schnell auf die Entwicklungen reagieren.

Spreads sind entscheidend

Die Orderausführung sollte bei einem renommierten Forex Broker ohne Verzögerungen stattfinden. Außerdem sind enge Spreads empfehlenswert, denn auch sie schmälern die vermeintlichen Gewinne der Forex Trader. Um die Handelskonditionen miteinander zu vergleichen, sollten sich die Trader ihre bevorzugten Devisenpaare heraussuchen und dabei gegebenenfalls auch die Minors miteinbeziehen. Durch den spezifischen Vergleich der Spreads bei den einzelnen Brokern zeigt sich schnell, welcher Anbieter am günstigsten ist.

So funktioniert Forex Trading in der Praxis

Gerade für weniger erfahrene Anleger kann es in der Praxis häufig schwierig sein, Forex Trading vorstellbar zu machen. Deshalb haben wir ein Beispiel, wie die Anleger in Devisen investieren können. Schauen wir uns dafür die Währungen Euro und USD an. Aufgrund der Meldung, dass die amerikanische Notenbank den Zins erhöhen will, gehen wir davon aus, dass der USD zum Euro bald steigen wird. Um unsere Annahme abzusichern, schauen wir uns auch das aktuelle Chartbild an und nutzen dafür die technische Analyse. Mithilfe unserer Indikatoren sehen wir, dass unsere Annahme für den steigenden USD bestätigt wird. Daraus ziehen wir den Rückschluss, dass der Euro durch das steigende Zinsniveau in Amerika weiter an Wert verliert. Demzufolge verkaufen wir Euro gegen USD.

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Hebel nutzen kann Gewinne erhöhen

Bei unserem Investment wollen wir einen Hebel nutzen, um damit mehr Kapital in den Markt zu bringen sowie unsere Gewinne zu steigern. Der Hebel funktioniert auch in umgekehrter Richtung, sodass wir auch mit einem erhöhten Verlustrisiko rechnen müssen. Für Anleger, die weniger risikofreudig sind, empfehlen wir einen möglichst geringen Hebel oder sogar den Verzicht auf dessen Anwendung. Für private Anleger ist der Hebel beim Forex Trading begrenzt. Dieser liegt bei maximal 1:30 für Majors und 1:20 für die übrigen Devisenpaare. Je nach Broker können professionelle Anleger mit einem Hebel von 1:100 oder sogar höher agieren.

Investment in EUR/USD am praktischen Beispiel

Durch unsere technische Analyse wird unsere Annahme bestätigt, dass der USD mittelfristig steigen und den Euro dadurch schwächen wird. Deshalb investieren wir zwei Lots auf EUR/USD und erwerben zu einem Kurs von 1,1280 USD. Unser Gesamtvolumen für unser Investment beträgt 200.000 USD, denn 1 Lot entspricht 100.000 Einheiten unserer Basiswährung. Wir kaufen 200.000 USD und tauschen dagegen 177.305 EUR (200.000 USD / 1,1280). Allerdings zahlen wir nicht das gesamte Volumen für unser Investment, sondern hinterlegen eine Margin. Nehmen wir an, sie beträgt bei unserem gewählten Forex Broker ein Prozent, dann hinterlegen wir 1/100 unserer Kontraktgröße. Der Vorteil: Wie müssen lediglich eine geringe Investmentsumme hinterlegen und können dennoch von der vollen Wertentwicklung des Devisenpaares partizipieren. Das würde einem theoretischen Hebel von 1:100 entsprechen.

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Hebel für private Anleger eingeschränkt

Für private Anleger ist solch ein enormer Hebel aber nach der Änderung der rechtlichen Grundlage nicht mehr möglich. Dieser ist nur den professionellen Anleger vorenthalten. Um jedoch bei einem Broker als ambitionierter/professioneller Anleger zu gelten, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu zählt vor allem hinausreichende Handelserfahrung, die auch nachgewiesen werden muss. Bei der Auswahl eines geeigneten Forex Brokers sollten die Anleger auf eine geringe Sicherheitsleistung achten. Je weniger Margin zu leisten ist, desto weniger Kapital benötigen die Anleger für ihr Investment.

Tipp: Wer von erfolgreichen Anlegern lernen möchte, kann sich mit dem sogenannten Copy Trading befassen. Hierbei können die Trader Strategien und Portfolios erfolgreicher Anleger kopieren, wenngleich dadurch nicht immer zu 100 Prozent Gewinne entstehen.

Ist der Devisenhandel beim Broker sicher?

Ob die Einlagen bei einem Broker sicher sind oder nicht, hängt von der Regulierung sowie Absicherung des Brokers ab. Renommierte Forex Broker sind durch eine entsprechende Finanzaufsichtsbehörde reguliert und müssen für den Erhalt der Lizenz bestimmte Auflagen erfüllen. Dazu gehört auch eine Einlagensicherung der Kundengelder. Die Sicherungshöhe kann allerdings je nach Land variieren. Bei einigen Brokern sind es maximal 20.000 Euro, bei anderen wiederum 100.000 Euro. Optional besteht die Möglichkeit, in freiwilligen Einlagensicherungsfonds einzutreten, was jedoch erfahrungsgemäß nicht bei allen Brokern der Fall ist.

Auf Segregation achten

Die Anleger sollten nicht nur auf eine ausreichende Einlagensicherung sowie die transparente Information dazu achten, sondern auch auf eine getrennte Kontoverwaltung. Die Broker bewahren die eigenen Finanzmittel getrennt von den Kundengeldern auf, sodass diese im Falle einer Insolvenz nicht zur Befriedigung der Gläubigeransprüche genutzt werden können. Auch hier zeigt sich in der Praxis, dass die meisten Forex Broker mit Partnerbanken zusammenarbeiten und die Kundengelder auf extra Konten verwalten. Dabei spielt auch die Absicherung bei den Partnerbanken eine Rolle. Sie sollten ebenfalls über eine entsprechende Lizenz verfügen und die Einlagen ihrer Kunden höchstmöglich absichern.

Hinweis: Einige Forex Broker haben nicht nur eine Hauptniederlassung, sondern mehrere Niederlassungen in unterschiedlichen Ländern oder sogar entsprechende Tochterunternehmen. Für die Anleger ist es stets wichtig, welche Niederlassung für ihre Handelsabwicklungen zuständig ist. Bei deutschen Kunden sind es häufig Forex Broker mit einer Unternehmung in Deutschland, sodass beispielsweise die BaFin zuständig für die Aufsicht ist.

Fazit: Forex Trading nicht nur etwas für Profis

Wer in Devisen investieren möchte, benötigt dafür den Zugang zum Markt über einen Broker. Wie die Erfahrungen zeigen, sind vor allem die Online Anbieter besonders attraktiven hinsichtlich ihrer Kostenmodelle und Handelsangebote. Weltweit gibt es über 100 Devisen und damit unzählige Handelsmöglichkeiten. Wie die Erfahrungen zeigen, stellen allerdings nicht alle Broker alle Devisenpaare zur Verfügung. Einige fokussieren sich auf die Majors (USD, EUR, JPY, SFR, GBP) und bieten kaum die Minors bzw. Exoten an. Um möglichst viel Auswahl zu haben, empfehlen wir jedoch einen Forex Broker, der mehr als nur die Majors zum Handeln zur Verfügung stellt. Da der Devisenhandel faktisch nie ruht, können die Anleger nahezu zu jeder Tageszeit investieren. Noch bequemer wird es, wenn sie die mobilen Anwendungen für das Smartphone oder Tablet nutzen, welche mittlerweile bei den meisten Forex Brokern als Alternative zu Handelspartnern am PC angeboten werden. Die Kosten für den Devisenhandel sind im Vergleich zum Investment in andere Finanzprodukte vergleichsweise gering, da über elektronische Systeme agiert wird. Die Anleger können bei dem Deviseninvestment auch flexibel agieren und auch aus fallenden Kursen bei Eröffnung der richtigen Position einen Vorteil ziehen.