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Positionsgrößenberechnung und Trading-Entscheidungen treffen

Updated 11 Mai 2020

Die Bestimmung der Positionsgröße hat Trader eine wichtige Bedeutung. Bestimmt wird sie vor allem durch:

  • die eigene Trading-Strategie
  • das auf dem Konto befindliche Kapital
  • die Trader-Psychologie

Wer beispielsweise mehr Kapital auf seinem Trading-Account hat, nutzt häufig ganz andere Positionsgrößen und riskiert deutlich mehr als Händler mit weniger Eigenkapital. Je größer die Positionsgröße, desto höher ist natürlich auch das Verlustrisiko.

Auch die Psyche der Trader spielt bei der Positionsgröße eine wesentliche Rolle, denn wer seine Stärken und Schwächen einschätzen kann und risikofreudig agiert, wählt meist höhere Positionsgrößen.

Das bewirken falsche Positionsgrößen

Was passiert eigentlich, wenn die Positionsgröße falsch ausgewählt wurde? Um zu zeigen, welche Bedeutung die Positionsgröße hat, schauen wir uns die Folgen einer zu hohen und zu niedrigen Positionsgröße an.

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Das bewirkt eine zu hohe Positionsgröße

Wer seine Positionsgröße zu hoch auswählt, verliert im schlimmsten Fall auf einmal besonders viel Eigenkapital. Die Folge:

  • der langfristige Ausgleich der Verluste ist nur erschwert möglich
  • Totalverlust kann entstehen

Die zu hohen Positionsgröße werden häufig durch Gier oder eine andere Emotionalität dahinter gesteuert, sodass viele Trader ihr Risikomanagement aus den Augen verlieren und genau deshalb enorme Verluste einfahren.

Positionsgrößen im Trading berechnen

Das bewirkt eine zu kleine Positionsgröße

Neben der zu hohen Positionsgröße gibt es auch das Gegenteil, die zu kleine Positionsgröße. Diese Trader agieren meist äußerst vorsichtig und konservativ. Der Vorteil: Sie werden vor exorbitanten Verlusten geschützt. Der Nachteil: Große Gewinne werden nicht erzielt. Wer als konservativer Trader agiert und einen langfristigen Anlagehorizont verfolgt, für den kann die Wahl der kleinsten Positionsgröße aber genau richtig sein. Abhängig ist die Betrachtungsweise deshalb maßgeblich von der eigenen Trading-Strategie.

Wie sieht die optimale Positionsgröße nun aus?

Zu groß oder zu klein – wie sieht die optimale Positionsgröße für mich eigentlich aus? DIE optimale Positionsgröße gibt es nicht. Abhängig ist sie von:

  • Trading-Strategie
  • Anlagehorizont
  • Risikobereitschaft
  • Kapital

Damit es zur optimalen Positionsgröße werden kann, sind drei Dinge zu erfüllen:

  • sie passt zur Trader-Psyche
  • sie passt zum eigenen Kontostand
  • sie berücksichtigt die Trading-Strategie

Um die optimale Position bestimmen, sollten Trader immer davon ausgehen, dass auch mehrere aufeinanderfolgende Verlust-Trades durch das Kapital auf dem Konto ausgeglichen werden können.

Tipp: Die Positionsgröße ist bei erfolgreicher Umsetzung der Trading-Strategie nur eine Komponente. Es gilt auch, die Trades abzusichern und beispielsweise Stopp Loss zu setzen. Je geringer die Positionsgröße ist, desto kleiner können die Stopp Loss gesetzt werden; Gleiches gilt natürlich auch umgekehrt.

Positionsgröße und die Absicherung der Trades am Beispiel

Viele Trader wählen zwar eine niedrige Positionsgröße, aber für die Umsetzung einer erfolgreichen Trading-Strategie ist das nur die halbe Miete. Wichtig ist auch der optimale Stopp Loss-Abstand. Dabei können sich Trader an folgenden Kriterien orientieren:

  • Positionsgröße: 1 Lot = maximaler Stopp Loss-Abstand: 25 Pips zum Einstiegskurs
  • Positionsgröße: 0.5 Lot = maximaler Stopp Loss-Abstand: 505 Pips zum Einstiegskurs
  • Positionsgröße: 0.2 Lot = maximaler Stopp Loss-Abstand: 125 Pips zum Einstiegskurs
  • Positionsgröße: 0.1 Lot = maximaler Stopp Loss-Abstand: 250 Pips zum Einstiegskurs

Die Positionsgröße muss durch die Trader aber nicht zwangsläufig manuell bestimmt werden. Es gibt beim Broker auch recht, welche dieser Aufgabe deutlich vereinfachen.

Den Einfluss der Positionsgröße üben: ein Demokonto hilft dabei

Damit Trader verstehen, welchen Einfluss die Positionsgröße auf ihre Handelsentscheidungen hat, kann die praktische Anwendung helfen.

Viele Broker stellen ein kostenloses Demokonto zur Verfügung, welches mit virtuellem Guthaben genutzt wird. Der Vorteil:

  • marktnahe Bedingungen
  • keine echten Verluste

Trader haben die Möglichkeit, mit den Positionsgröße zu spielen und selbst ihren Einfluss auszuprobieren. Auch, wenn der Trade vielleicht verloren geht, gibt es keine echten Verluste. Der Lerneffekt durch solche Handelsaktivitäten ist aber enorm. Theoretisches Wissen kombiniert mit praktischen Erfahrungen – für viele Händler der AHA-Moment, den sie bei der Realisierung ihrer Trading-Strategie gebraucht haben.

Positionsgrößenbestimmung und Risikomanagement

Weitere Möglichkeiten für das Risikomanagement, unabhängig von der Positionsgrößenbestimmung

Die Bestimmung der optimalen Positionsgröße ist wichtiger Faktor, um das Money- und Risikomanagement durchzuführen. Es gibt aber noch weitere Komponenten, die für smarte Trader zum Risikomanagement dazu gehören. Die Begrenzung der Orders spielt eine wesentliche Rolle. Dafür können die Trader verschiedene Tools nutzen. Weit verbreitet sind:

  • Stopp-Loss Orders
  • Trailing Stops
  • Take-Profit Orders

Die Stopp-Loss Orders und die Positionsgröße hängen maßgeblich zusammen. Die gingen zu, um den Trade zu schließen und die Verluste zu begrenzen. Wer beispielsweise beim Handel eine Gewinnerwartung in Höhe von 10 Pips hegt, sollte die Stopp-Loss Order in maximale Entfernung von 10 Pips platzieren.

Auch die Limit Orders sind wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements. Gemeinsam mit den Trailing Stops sichern sie das Kapital; können aber auch die Gewinne erhöhen.

Die Trading-Psychologie und das Moneymanagement: darum sind beide so wichtig

Die Psyche spielt bei den Handelsaktivitäten eine wesentliche Rolle. Gerade angehende Trader unterschätzen diesen Einfluss häufig, denn der Kopf hat seine ganz eigenen Gesetze. Wer beispielsweise angestachelt von ersten Gewinnen aus Freude, Euphorie oder Gier weitere Trades handelt, ohne dabei die eigene Trading-Strategie zu beachten, läuft Gefahr, viel zu verlieren. Wichtig ist deshalb das Zusammenspiel zwischen Trading-Psychologie und Moneymanagement.

Smarte Trader gehen wie folgt vor:

  • Einschätzung der eigenen Trading-Skills
  • Bestandsaufnahme des bereitstehenden Kapitals
  • Überprüfung der eigenen Strategie

Trader sollten vor allem ehrlich zu sich selbst sein, um die richtige strategische Vorgehensweise anzuwenden. Dazu gehört es auch, die eigenen Trading-Skills realistisch einzuschätzen. Habe ich wirklich Handelserfahrung oder glaube ich nur, dass ich Handelserfahrung habe? Trading-Anfänger können noch gar nicht über all das Wissen und die um sich bei den Entscheidungen verfügen, wie sie beispielsweise ein langjähriger erfahrener Trader hat. Wichtig ist es nur, die nötigen Trading-Grundlagen zu legen.

Wissen aneignen und Verständnis für den Handel entwickeln

Smarte angehende Trader nutzen die bereitgestellten Informationen bei den vielen Brokern, um sich theoretisches Wissen anzueignen, und ist bestenfalls der Praxis mit einem Demokonto zu üben. Besser noch: Sie nehmen an Webinaren teil, welche meist gratis durch Trading-Profis bei den Brokern angeboten werden. Die Theorie und Praxis miteinander kombinieren heißt häufig die Erfolgsformel für den Devisenmarkt. Wichtig ist es auch, aus Fehlern zu lernen und nicht gleich die Flinte ins Korn zu werfen.

Auch, wenn die Positionsgröße vielleicht falsch gewählt wurde, gilt es, zu analysieren, warum dies geschah und es demnächst mal besser zu machen.

Grundlegendes Verständnis für den Devisenmarkt ist wichtig

Neben den theoretischen Ansätzen und den Grundbegriffen rund um den Handel ist es auch wichtig, dass Verständnis für das Zusammenspiel am Devisenmarkt zu entwickeln. Einige Währungen haben Korrelationen untereinander oder mit anderen Assets (beispielsweise Rohstoffen). Wer die Marktmechanismen kennt, kann gezielter nach Nachrichten oder Indikatoren für die Marktentwicklung suchen und seine Trading-Entscheidungen auch dadurch deutlich verbessern.

Dafür stellen die Broker viele Weiterbildungsmöglichkeiten und Tools zur Verfügung. Hierzu zählen u. a.:

  • Kursdaten in Echtzeit
  • Marktnachrichten
  • Wirtschaftskalender

Wer die Tools gekonnt miteinander kombiniert, erzielt ein optimales Ergebnis. Wichtig ist dafür allerdings, dass die Trader wissen, was sie mit den Marktnachrichten anfangen und was sie beispielsweise im Kalender entnehmen können. Die Kombination der Informationen ist für die richtigen Rückschlüsse und optimales Trading-Vorgehen essenziell.

Positionsgröße mit Hilfe bestimmen: Copy Trading als Option?

Für Trader am Beginn ihrer Karriere ist häufig die Unterstützung durch das theoretische Wissen beim Broker nicht genug. Es gibt auch einige Händler, die sich mir (vor allem praktischer Natur) wünschen. Für sie könnte das Copy Trading eine ideale Möglichkeit sein. Hierbei lassen sich Portfolios oder einzelne Trades kopieren. Auf diese Weise profitieren werden die Händler von dem umfangreichen Wissen der erfahrenen Trader und können dadurch nicht nur selbst dazulernen, sondern gleich Gewinne generieren.

Um den richtigen Copy Trader auszuwählen, sind einige Kriterien zu beachten:

  • angewandte Trading-Strategie
  • Risikobereitschaft
  • gehandelte Assets

Was nützt ein guter Copy Trader, wenn er gar nicht zur eigenen Risikobereitschaft passt? Dann erleiden die Trader durch das Kopieren womöglich (unnötige) Verluste.

Positionsgröße im Trading bestimmen

Smarte Trader nutzen erfolgreiche Händler als Vorbild

Smarte Trader wissen, wie sie das Wissen erfolgreichen Trader für sich nutzen. Sie kopieren nicht einfach nur deren vorgehen, sondern schauen sich die einzelnen Schritte und Trading-Entscheidungen an. Das Trading Journal kann auch hier weiterhelfen, um die einzelnen Anlagen nachzuvollziehen und zu analysieren. Auf diese Weise sehen die Händler tatsächlich, warum die erfolgreichen Trader dieser Entscheidung getroffen haben und profitieren von deren Weitsicht. Gleichzeitig nutzen sie wissen aber auch, um die eigenen Lücken zu schließen und später deutlich souveräner Handelsentscheidungen treffen zu können.

Copy Trading nicht bei allen Brokern möglich

Das Copy Trading ist längst nicht bei allen Brokern möglich. Wer mit dem Gedanken spielt, diese Trading-Strategien für sich zu nutzen, sollte bereits bei der Brokerauswahl darauf achten. Unschlüssige Händler können auch ein Demokonto beim Broker mit und ohne Copy Trading eröffnen, und sich dann selbst ein Bild machen, welche Vorgehensweise die bessere ist.

Tipp: Auf die Kosten im Copy Trading achten

Das Copy Trading klingt äußerst komfortabel und ist in vielen Fällen auch. Allerdings sollten hinter die damit verbundenen Kosten nicht außer Acht lassen. Für das Kopieren werden die erfolgreichen Trader belohnt und erhalten entweder eine Pauschale oder anteilig eine Vergütung durch die erzielten Gewinne. Die Broker haben dabei ihre ganz eigenen Vergütungssysteme, sodass ein Vergleich äußerst sinnvoll ist. Auch hier kann ein Demokonto dabei helfen, den optimalen Broker kostenseitig betrachte zu finden und Kosten zu sparen. Schließlich ist es besser, das Trading-Kapital am Markt und nicht (unnötig) in die Kosten des Brokers zu investieren, oder?