Risk Management – Einführung in das Risikomanagement beim Trading

aktualisiert: 8 Mai 2020

Das Risikomanagement gehört zu den Grundlagen des Tradings. Bevor Einsteiger mit echtem Geld handeln, empfiehlt sich eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Risk Management. Eine gutes Risikomanagement verhindert, dass Trader zu viel riskieren und viel Geld verlieren.

Im Ratgeber erfahren Sie mehr über die Grundlagen des Risk Managements. Trader lernen mit verschiedenen Methoden, wie sie das relative oder absolute Risiko ermitteln und optimieren. Sie erkennen Risiken im Voraus und vermeiden diese.

Was ist das Risk Management?

Das Trading mit spekulativen Finanzinstrumenten unterliegt verschiedenen Risiken. Sie sind eine Gefahr für das Konto des Traders. Mit einem guten Risk Management identifizieren Nutzer diese Risiken und minimieren sie. Generell unterliegt das spekulative Trading einem hohen Risiko. Hinzu kommen Entwicklungen, die die Wahrscheinlichkeit eines riskanten Trades erhöhen. Damit das Konto von Tradern nicht leidet, ist es wichtig, Kenntnisse über Risiken für Verluste oder Fehltrades zu besitzen.

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Erfolgreiche Trader legen nicht nur den Fokus auf einen hohen Gewinn. Sie behalten die Risiken jederzeit im Blick. Wie gut ein Trader ist, entscheidet sich nicht an der Fehltradequote, sondern an seiner Fähigkeit Verlust- und Gewinntrades zu skalieren. Richtig erkannte Risiken tragen dazu bei, dass Händler erfolgreicher traden.

Das Trading unterliegt verschiedenen Risiken, über die der Broker den Kunden vorab aufklärt. Bevor er den ersten Trade absetzt, beschäftigt er sich bestenfalls mit der Bedeutung der Risiken für den Handel an den Finanzmärkten.

Zu den relevanten Risiken gehören:

  • Emittentenrisiko,
  • Marktpreisrisiko und
  • Overnight-Risiko.

Risikomanagement

Risk Management: die größten Risiken kurz erklärt

Beim Marktpreisrisiko handelt es sich um die Gefahr, Verluste zu machen, wenn sich der Kurs des gewählten Basiswertes verändert. Da die Kursentwicklung nicht rational ist, sind Veränderungen unkalkulierbar. Gleichzeitig ergeben sich durch diese Voraussetzungen Gewinnchancen im Rahmen des Tradings.

Das Emittentenrisiko beschreibt das Risiko, Geld zu verlieren, wenn der Broker zahlungsunfähig wird. Investieren Kunden Geld in CFDs bei diesem Broker, ist das Kapital verloren. Daher gilt, dass sich Trader einen Broker suchen, der über eine umfangreiche Absicherung der Einlagen verfügt. Ist er finanziell solide, bleibt das Emittentenrisiko überschaubar. Bei börsennotierten Brokern schätzen Trader die Finanzlage besser ein.

Beschränken sich Trader nicht auf das Day-Trading, halten sie Positionen über Nacht. In dieser Zeit setzte der Handel bei vielen Werten aus. Entwicklungen in Wirtschaft und Politik, in den Nachrichten oder an weiteren internationalen Marktplätzen führen dazu, dass der Kurs sich am nächsten Morgen stark verändert. Es entsteht ein Overnight-Gap. Das Stop-Loss reicht nicht zur Verlustbegrenzung aus, da die Ausführung zu einem stark geänderten Kurs erfolgt. Das sogenannte Overnight-Risiko führt zu höheren Verlusten.

Wie Trader das Risiko bestimmen

Um das Risiko zu ermitteln, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Bei gehebelten Trades gilt, dass der Händler bei einer falschen Kursvoraussage einen höheren absoluten Verlust erleidet als es sein Einsatz erlaubte. Der absolute Verlust kann die Hälfte des Kontos ausmachen. Die ESMA begrenzte das Risiko, sodass in Europa keine Verluste möglich sind, die über die Einzahlung hinausgehen.

Das maximale Risiko jedes Händlers entspricht der Hälfte seines Kontostands, wenn er einen gehebelten Trade ausführt. Wenn er keinen Hebel einsetzt, büßt er bei einem Verlust seinen Einsatz ein, wenn er nicht auf short geht. Trifft Letzteres zu, erhöht sich der Verlust unter Einsatz eines Hebels auf das halbe Gesamtkapital.

Die Bestimmung des relativen Risikos im Rahmen des Risk Managements ist weitaus komplexer. Wie beim Gewinn gilt, dass Rendite und Verlust keine Aussagekraft besitzen. Um aussagekräftig zu sein, betrachten Trader beide gemeinsam. So schätzen sie ein, wie hoch das Verhältnis von eingenommenem Gewinn zum Risiko war.

Handeln Nutzer längere Zeit am Markt, legen sie Statistiken an, um das Risiko abzuschätzen. Bestimmte Risikokennzahlen helfen dem Trader, das Risiko oder das Verhältnis von Gewinn zu Risiko zu ermitteln. Die einfachste Option ist die Ermittlung der durchschnittlichen Volatilität. Schwieriger sind Werte wie Beta oder Maximum Drawdown.

Was bedeutet Risk Management?

Wozu brauchen Trader das Risk Management?

Ein gutes Risk Management dient dazu, das Risiko-Rendite-Verhältnis des Kontos zu optimieren. Mit verschiedenen Maßnahmen und Methoden senken Trader ihr Risiko oder erhöhen die Gewinne bei gleichem Risiko. Mit dem Risikomanagement erkennen Trader Gefahren im Vorfeld und versuchen diese zu minimieren. Ein guter Ansatz ist der Handel bei einem finanziell stabilen Broker. Das hält das Emittentenrisiko gering.

Eine weitere Option des Risk Managements integrieren Händler in das alltägliche Trading, wenn sie das Halten von Positionen über Nacht vermeiden. Damit schließen Trader das Eintreten von Overnight-Gaps aus.

Durch ein gewissenhaftes Risikomanagement stellen Trader für ihren Handel Richtlinien auf, an die sie sich konsequent halten. Dadurch verringern sie das Risiko. Ein gutes Risk Management ist beim CFD-Trading wichtig. Durch den Einsatz von Hebeln verlieren im Durchschnitt siebzig bis neunzig Prozent der Kunden Geld. Nutzer belasten ihr Konto durch den Einsatz und die Margin, mit der sie Fehlentwicklungen abdecken. Die Beschränkung des Risikos ist maßgeblich für den Erfolg des Traders.

Fazit: Immer an ein gutes Risk Management halten

Schon vor dem ersten Handel, ist es wichtig, dass sich Nutzer mit dem Risikomanagement auseinandersetzen. Viele Anfänger kümmern sich nicht um ein gutes Risk Management. Ein fataler Fehler, der schnell viel Geld kostet. Im Alltag begegnen Händlern zahlreiche Risiken. Die meisten halten Trader gering. Dafür gibt es verschiedene Optionen. Sie unterscheiden sich je nach Tradertyp und Strategie. Minimieren Trader Risiken im Vorfeld, sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Verlustes. Zu beachten gilt, dass es beim Trading mit spekulativen Finanzinstrumenten wie dem CFD-Trading keine Sicherheit gibt. Gehebelte Einsätze führen schnell zu großen Verlusten.

Quellen:

1. Habeck, Christian: Risiko- und Moneymanagement: Eine kurze Einführung. Online abrufbar unter: asktraders.com, Abgerufen am 08.04.2020.

2. Habeck, Christian: Risiko- und Moneymanagement als Erfolgsfaktoren. Online abrufbar unter: asktraders.com, Abgerufen am 08.04.2020.

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