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Worauf sollte man beim Handel mit Kryptowährungen achten?

Updated 25 Jan 2021
Worauf beim Krypto Handel achten?

Der Wert einer Kryptowährung basiert ausschließlich auf Angebot und Nachfrage und kann daher jederzeit sinken. Sie sollten also nur investieren, wenn Sie den Verlust des eingesetzten Kapitals im schlechtesten Fall verkraften können. Wer sich für ein Investment entscheidet, ob Krypto Trading oder Kauf einer Kryptowährung, sollte in Anbetracht der oft hohen Volatilität (Innerhalb eines Tages sind häufig schon Bewegungen von mehr als 100 Prozent vorgekommen.) auf dem Laufenden bleiben. Das heißt: Beobachten Sie die Märkte, um im Bedarfsfall schnell reagieren zu können. Darüber hinaus sollten Sie sich für den Handel mit Kryptowährungen ein eigenes Regelwerk zurechtlegen. Dies schließt auch ein gutes Risikomanagement ein.

Welche Punkte sollten Sie Anleger stets im Hinterkopf behalten, wenn Sie mit Kryptowährungen handeln? Viele der nachfolgend genannten Punkte sollten selbstverständlich sein, denn sie beziehen sich nicht nur auf das Krypto Trading.

1. Über Kryptowährungen informieren

Sie können sich auf Ihr Bauchgefühl verlassen und Coins verschiedener Kryptowährungen kaufen. Mit dieser Strategie werden Sie aber wohl nicht lange auf der Gewinnerstraße bleiben, wenn Sie diese überhaupt betreten. Bei Kryptowährungen handelt es sich weniger um ein Spekulationsobjekt, als vielmehr um ein Zahlungsmittel. Hinter den digitalen Währungen befindet sich weder eine Regierung noch eine Zentralbank, die die Kurse beeinflussen können. Es sind andere Aspekte, die die Krypto Kurse in die Höhe treiben oder abstürzen lassen.

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Wer sich für eine Investition in Kryptowährungen interessiert, sollte nicht nur genau wissen, wie Kryptowährungen funktionieren, sondern sich stets auch mit den aktuellen News rund um die digitalen Währungen und die dahinter befindliche Blockchain-Technologie beschäftigen. Denn technologische Fortschritte, politische Entscheidungen, Hackerangriffe oder neue Kryptowährungen können sich stark auf die Kurse auswirken. Und da der Krypto-Markt wie bereits erwähnt sehr volatil ist, können bestimmte Nachrichten schon einmal für starke Kursbewegungen sorgen.

2. Den Markt beobachten

Für das Erkennen von Trends spielen zum einen Indikatoren in der Technischen Analyse eine große Rolle. Doch die Kurse von Kryptowährungen lassen sich in der Praxis nicht von Fundamentaldaten abkoppeln. Wenn ein wichtiger Markt Einschränkungen und Verbote plant, wird der Kurs zumeist auf Talfahrt geschickt. Aus diesem Grund ist es wichtig, stets den Markt zu beobachten, um entsprechend reagieren zu können.

3. Nur so viel investieren, wie Sie bereit sind zu verlieren

Beim Handel mit Kryptowährungen sollten Sie eine Grenze ziehen, ganz gleich wie aussichtsreich oder verlockend manche Investitionen sein mögen. Überlegen Sie in diesem Zusammenhang, wie viel Geld Sie zum Leben brauchen und setzen Sie hier das oberste Limit. Diese Grenze sollte anschließend strikt eingehalten werden. Beim Krypto Trading kann es im schlechtesten Fall zum vollständigen Verlust des Kapitals kommen. Selbst wenn Sie Ihre Investitionen verlieren, müssen Sie dennoch Ihre Rechnungen bezahlen können.

Zwar besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit, Kryptowährungen auf Kredit zu kaufen. Das ist jedoch nicht empfehlenswert. Denn auch bei einem Kursabfall müssen die Kreditzinsen gezahlt werden. Die Aufnahme eines Kredits für den Krypto Handel ist also mit Vorsicht zu genießen.

4. Trading-Plan erstellen

Bevor Sie mit dem Aufbau einer Handelsstrategie beginnen, sollten Sie einen Trading-Plan entwerfen, der Folgendes enthält:

  • Handelsstil: Es ist möglich, auf unterschiedliche Art und Weise zu handeln, je nachdem, in welchen Zeitintervallen Sie die Trades öffnen und schließen und mit welcher Laufzeit Sie Positionen halten wollen.
  • Trading-Ziele: Sie sollten sich stets realistische und erreichbare Ziele setzen, die Sie bei Ihrem Handel mit Kryptowährungen motivieren. Es muss sich dabei nicht um ausgefallene Behauptungen über die Höhe der Geldsumme handeln, die Sie einnehmen wollen, sondern lediglich um messbare Aussagen darüber, was Sie zu erreichen hoffen.
  • Risikoprofil: Der Trading-Plan sollte außerdem Ihr persönliches Risikoprofil beinhalten. Dazu zählt auch das verfügbare Kapital, mit dem Sie handeln wollen und wie viel Sie bereit sind, bei jedem Handel mit Kryptowährungen zu riskieren.

Durch einen klaren Handelsplan und Disziplin laufen Sie weniger Gefahr, Emotionen wie Gier und Angst zum Opfer zu fallen.

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5. Portfolio diversifizieren

Bei Sportwetten setzt man häufig „alles aufs beste Pferd im Stall“. Doch das muss beim Krypto Trading noch lange nicht klappen. Vor Verlusten schützt in der Praxis ausschließlich ein kluges Risikomanagement. Wie dieses aussehen muss, richtet sich unter anderem nach der persönlichen Anlagestrategie. In diesem Zusammenhang ist auch eine Diversifikation der gehaltenen Assets zu berücksichtigen. Investoren, die ausschließlich in Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum involviert sind, laufen beim nächsten Kurssturz Gefahr, hohe Verluste zu erleiden.

6. Orderzusätze einsetzen

Hierbei handelt es sich um einen allgemeingültigen Grundsatz. Wer sich dazu entschließt, mit Kryptowährungen zu handeln, sollte sich mit dem Stop Loss zum Begrenzen der Verluste auseinandersetzen. Wenn der Kurs die gesetzte Stop-Marke schneidet, wird die Position von der Handelsplattform automatisch geschlossen. Ohne Stop Loss kann ein Kurssturz den Depotwert stark beeinträchtigen.

7. Ruhe bewahren

Die beiden wohl schlimmsten Feinde des Anlegers heißen „FOMO“ und „FUD“.

FOMO steht für „Fear of missing out“. Diese Furcht, die aus dem Social-Media-Bereich bekannt ist, treibt Anleger dazu, aggressiv beworbene und gehypte Kryptowährungen zu kaufen, die sich bei genauerem Hinsehen allerdings als wertlos entpuppen. Wenn die Kurse gerade steigen, investieren die Anleger aus Angst, sie würden hohe Gewinne versäumen. Dabei können die Kurse im nächsten Augenblick schon wieder fallen.

FUD steht für „Fear, uncertainly and doubt“, also Zweifel, Ungewissheit und Furcht: Eben diese Ängste und Zweifel verleiten die Anleger zu panischen Verkäufen, wenn die Kurse wieder mal absinken. Erfahrene Händler wissen, dass die Kurse von Kryptowährungen stetig in Bewegung sind und sich in der Regel nicht nur schnell wieder erholen, sondern durchaus auch neue Höhen erreichen können. Darüber hinaus werden Verluste nur dann realisiert, wenn die Währungen auch tatsächlich verkauft werden.

Deshalb gilt: Ruhe bewahren und besser „HODLn“ als verkaufen!

8. Steuern beachten

Ganz gleich, ob Sie Gewinne oder Verluste erzielen, der Handel mit Kryptowährungen ist steuerpflichtig und die Einnahmen und Ausgaben müssen in der Steuererklärung erfasst werden. Kryptowährungen wie Bitcoin werden als privates Geld und als Rechnungseinheiten eingestuft. Sie gelten als „andere Wirtschaftsgüter“ und zählen deshalb zu den privaten Veräußerungsgeschäften. Deshalb werden sie nach dem Einkommenssteuersatz versteuert. Dagegen fällt beim Handel mit Derivaten die Abgeltungssteuer an.

Bei beiden Varianten gibt es eine Freigrenze. Beim Trading mit Aktien und Derivaten liegt diese bei 800 Euro, beim Kaufen und Verkaufen von Kryptowährungen beträgt sie 600 Euro. Für Einnahmen, die darunter liegen, fallen keine Steuern an. Der Verkauf der Coins ist auch dann steuerfrei, wenn sie länger als ein Jahr gehalten werden.

Die Risiken von Kryptowährungen kennen und verwalten

9. Risiko verwalten

Die Volatilität ist ein wichtiger Teil des Krypto-Marktes. Jedoch steigt mit zunehmender Volatilität auch die Risikogefahr. Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie Sie Ihr Risiko verwalten können, noch bevor Sie mit dem Krypto Trading beginnen.

Ihre Risikomanagement-Strategie sollte sowohl Limits als auch Stops beinhalten, um für Ihre Trades die Rahmenbedingungen festzulegen. Während Stop-Loss-Order eine Position automatisch schließen, sobald sich der Markt gegen sie bewegt, schließen Limit-Order eine Position, wenn sich der Markt um einen bestimmten Betrag zu Ihren Gunsten entwickelt hat, so dass Sie die hieraus resultierenden Erträge sichern können. Auf diese Weise ist es möglich, sich für etwaige Verluste eine akzeptable Grenze zu setzen.

Beim Einsatz von derivativen Produkten kann einer Position ein Garantierter Stopp hinzugefügt werden, der die Handelsposition schützt, wenn sich der Markt gegen sie bewegt. Eine Prämie wird erst dann fällig, wenn der Garantierte Stopp ausgelöst wird.

10. Direktinvestment oder Finanzderivate

Auf der einen Seite verspricht der Handel mit Kryptowährungen hohe Gewinne, auf der anderen setzt er aber gleichzeitig auch starke Nerven voraus. Vor allem bei einem direkten Investment in Kryptowährungen mit dem Ziel, in die Krypto-Coins involviert zu bleiben, können die Kursschwankungen mitunter extrem sein. Deshalb haben einige Trader bereits Finanzderivate für sich entdeckt. Dabei handelt es sich zum Beispiel um CFDs (Contracts for Difference, Differenzkontrakte) oder Futures, die auf den Kurs einer bestimmten Kryptowährung wie Bitcoin oder Ethereum gehandelt werden.

Dabei ergibt sich der Vorteil, dass sich nicht nur eine Rendite im Rahmen steigender Kurse erzielen lässt. Derivate auf Kryptowährungen versetzen Sie in die Lage, auch aus einem Crash Erträge mitzunehmen – die außerdem noch ausgehebelt werden. Klug miteinander kombiniert, ergibt sich hier die Möglichkeit, direkte Investitionen abzusichern. Aber Achtung: Es handelt sich dabei um hochspekulative Anlagen, die schnell auch zu massiven Verlusten führen können. Deshalb sind Derivate für Anfänger weniger geeignet.

Lohnt es sich noch, in Kryptowährungen zu investieren?

Das Jahr 2017 gilt als jenes, in dem die Kryptowährungen sämtliche Rekorde brachen und insbesondere Bitcoin sein bisheriges Allzeithoch erreichte. Anschließend stürzten die Krypto Kurse ein und es folgte ein langer Krypto Winter. Mit den Kursen ging es, bis auf einige Ausnahmen, stetig bergab und viele Anleger suchten sprichwörtlich das Weite. Die häufig angekündigte „Blase“ war geplatzt. Doch die Kryptowährungen waren damit längst nicht von der Bildfläche verschwunden. Auf eine so heftige Rallye musste unweigerlich ein Crash folgen – dies ist ein Gesetz des Marktes.

Als Bitcoin sein Allzeithoch von nahezu 20.000 US-Dollar erreichte, wurde schon lange nicht mehr rational gehandelt. Viele Anleger wagten den Schritt an den Markt, nur um ein Stück vom Krypto Kuchen abzubekommen, da sie mitbekamen, wie andere Investoren hohe Gewinne erzielten. In der Folge bildete sich eine klassische Blase, die früher oder später platzen musste. Der sich anschließende Krypto Winter kann auch als eine notwendige Korrektur betrachtet werden, in der sich der Markt erholte und jene Investoren ausgesiebt wurden, die lediglich der Verlockung nach hohen Renditen gefolgt waren, und sich ansonsten für Kryptowährungen gar nicht interessierten.

Ab 2019 besserten sich die Kurse der Kryptowährungen wieder und somit auch die Stimmung an den Märkten. Damit ist der günstige Zeitpunkt, in den Markt einzusteigen, vergangen. Lohnt sich also jetzt noch, im Jahr 2022, ein Investment in Kryptowährungen? Immer mehr Investoren strömen auf den Markt, insbesondere deshalb, weil sich der Handel mit den digitalen Währungen professionalisiert hat und sich im Bereich der Kryptos zunehmend traditionelle Finanzprodukte entwickeln.

Zusammenfassung

Für viele Anleger sind Kryptowährungen nach wie vor Neuland. Auf den Finanzmärkten sind sie schließlich erst seit wenigen Jahren ein etabliertes Phänomen. Jedoch können sie mit klassischen Anlageformen in Sachen Attraktivität locker mithalten.

Zwar sind Kryptowährungen stärkeren Kursschwankungen unterworfen wie etwa der Euro-Dollar-Kurs oder der Deutsche Aktienindex (DAX). So hat sich zum Beispiel der Wert des Marktführers Bitcoin schon wiederholt innerhalb weniger Monate verdoppelt, um sich anschließend wieder zu halbieren. Und für Anleger ist dies mit entsprechenden Risiken verbunden. Die größeren Kursschwankungen ermöglichen im Gegenzug aber auch höhere Gewinne, wenn Anleger zum richtigen Zeitpunkt verkaufen. Deshalb hat sich bei einigen Investoren eine richtige Goldgräberstimmung entwickelt.

Doch ist der Handel mit Kryptowährungen auch für Kleinanleger geeignet? Durchaus, denn der Einstieg in den Krypto-Handel ist einfacher als viele vermuten, vorausgesetzt, die angehenden Investoren bereiten sich entsprechend darauf vor.

Die richtige Kryptowährung auswählen ist nicht einfach.

Die richtige Kryptowährung auswählen!

Die Kryptowährung Bitcoin dürfte den meisten Menschen bereits ein Begriff sein. Dagegen sind Digitalwährungen wie Cardano oder Tron bisher kaum bekannt. Sollte eine dieser Kryptowährungen in Zukunft eine ähnliche Beliebtheit wie der Marktführer erlangen, wäre der Wertzuwachs ausgesprochen hoch. So könnte sich selbst eine kleine Investition innerhalb kurzer Zeit zu einem Vermögen entwickeln. Eine solche Anlage ist aber hoch spekulativ. Denn von den unzähligen Kryptowährungen, die es mittlerweile am Markt gibt, konnten sich bislang nur wenige durchsetzen. Deshalb ist ein vollständiger Verlust ebenso möglich wie der große Gewinn.

Starke Digitalwährungen wie Bitcoin oder Ethereum haben sich schon seit geraumer Zeit etabliert. Sie bieten ebenfalls die Chance auf attraktive Gewinne, sind dabei jedoch mit einem niedrigeren Risiko behaftet. Deshalb basiert die Wahl der Kryptowährung in erster Linie auf zwei Faktoren: Dem anvisierten Gewinn und der persönlichen Risikobereitschaft.

Informieren und auf dem Laufenden bleiben!

Wer sein Kapital in eine Kryptowährung wie Bitcoin investiert hat, sollte sowohl Mainstream-Medien als auch die Finanzpresse immer im Auge behalten. Je früher Faktoren erkannt werden, die sich auf die künftige Entwicklung des Wechselkurses auswirken, desto besser ist es für den Anleger. Gesetzliche Regulierungen sind besonders wichtig für den Markt, da diese den Preis stark beeinflussen können. Will die Regierung einer großen Wirtschaftsmacht etwa die Nutzung von digitalen Währungen einschränken, dürfte der Wechselkurs in der Folge abfallen. Andersherum geben positive Gesetzesinitiativen dem Kurs einen Schub.

Aber auch technische Innovationen sind in der Welt des digitalen Geldes von Bedeutung. Eine Kryptowährung reagiert darüber hinaus, wie jede andere Anlageform auch, auf die allgemeine Situation am Markt. Dabei war es bisher oft so, dass eine Währung von Krisenstimmung eher profitierte. Somit könnte es bei einem nächsten Börsencrash durchaus sein, dass die Inhaber einer vollen Bitcoin-Wallet als Gewinner hervorgehen.