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Das größte Hindernis für den Erfolg beim Trading liegt im Kopf

Updated 17 Nov 2020
Trading

Wenn man mit dem Trading beginnt, verbringt man erfahrungsgemäß viel Zeit damit, um eine profitable Strategie zu finden. Damit möchte man möglichst schnell „reich“ werden. Dabei vernachlässigt man aber regelmäßig, sich mit einem viel wichtigeren Problem zu beschäftigen: den eigenen Emotionen. Denn häufig steht man sich beim Trading selbst im Weg und verhindert auf diese Weise, konstant hohe Gewinne zu erzielen. Im Rahmen dieses Artikels geben wir daher Tipps, wie man mit seinen Emotionen beim Trading richtig umgeht. Dazu ist es unserer Erfahrung nach sinnvoll, sich einen Trading Plan zu erstellen. Dabei werden wir auf die folgenden Themen zu sprechen kommen:

  • Wie einen die Emotionen beim Trading beeinflussen (mit Beispielen)
  • Wie kann man Verluste begrenzen und Gewinne laufen lassen?
  • Trading Plan erstellen, um den Erfolg beim Trading zu steigern
  • Stop Loss nutzen, um sich zu disziplinieren

Wie einen die Emotionen beim Trading beeinflussen

Zunächst werden wir darauf eingehen, wie einen die eigenen Emotionen beim Trading beeinflussen. Dies werden wir anhand verschiedener Beispiele veranschaulichen.

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Beispiel 1: Alles läuft nach Plan

Für unser Beispiel haben wir uns den DAX ausgesucht. In unserer Trading Plattform erhalten wir ein Signal für einen Long Trade. Erfreulicherweise entwickelt sich der Trade genau wie erhofft: Der deutsche Leitindex steigt zügig von 11.500 auf 11.600 Punkte. Dadurch gelingt es uns, binnen kurzer Zeit 100 Punkte zu verdienen.

Beispiel 2: Unsere Geduld wird auf die Probe gestellt

Leider gibt es aber an der Börse nicht nur perfekte Trades: So erhalten wir wiederum ein Signal für einen Long Trade. Zunächst sieht alles gut aus und der DAX steigt zügig von 11.500 auf 11.550 Punkte. Danach geht der deutsche Leitindex allerdings in eine Korrektur über. Im Zuge dessen beginnen die Kurse zu fallen. Zunächst ist noch alles in Ordnung und wir gehen davon aus, dass die Bullen die Kurse alsbald weiter nach oben kaufen werden. Stattdessen fallen die Kurse aber immer weiter und stabilisieren sich erst im Bereich von 11.525 Punkten. Wir spüren, wie die Angst in uns zunehmend stärker wird. Denn wir sehen unsere (unrealisierten) Gewinne immer weiter dahinschmelzen. Ab einem gewissen Punkt halten wir es dann nicht mehr aus und schließen die Position: Schlagartig fühlen wir uns erleichtert.

Kurz darauf müssen wir aber feststellen, dass wir die Position zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt geschlossen haben. Denn die Korrektur neigt sich ihrem Ende zu und in der sich anschließenden Bewegung steigt der DAX zügig um 100 Punkte an. Nunmehr ärgern wir uns, dass wir die Position so frühzeitig geschlossen haben. Denn dadurch ist uns ein zusätzlicher Gewinn von 100 Punkten entgangen.

Beispiel 3: Hoffen, dass die Kurse drehen werden …

Auch im dritten Beispiel nutzen wir ein Signal für einen Long Trade. Allerdings entwickelt sich diese Position bereits von Anfang an in die verkehrte Richtung. So fällt der DAX zunächst von 11.500 Punkten auf 11.490 Punkte. Dies ärgert uns, jedoch sind zehn Minuspunkte noch verkraftbar. Nervös werden wir allerdings, als der Kurs um weitere 40 Punkte auf 11.450 Punkte fällt. Allerdings tun wir das als „normale“ Korrektur ab und hoffen, dass die Kurse schon alsbald wieder steigen werden. Leider geschieht aber das genaue Gegenteil und der DAX fällt um weitere 50 Punkte. Anstatt die Position zu schließen und damit den Verlust zu realisieren, entscheiden wir uns dafür, den Trade weiter laufen zu lassen. Auf diese Weise wird der Verlust immer größer und wir fühlen uns ohnmächtig. Wie man sich vorstellen kann, sind solche Trades sehr schlecht für das Handelskonto. Daher werden wir im Folgenden aufzeigen, wie man solche Situationen von vornherein vermeiden kann.

Größtes Hindernis beim Trading

Trading Plan erstellen, um den Erfolg beim Trading zu steigern

Erfolgreichen Trader gelingt es, Verluste zu begrenzen und Gewinne laufen zu lassen. In den oben dargestellten Beispielen 2 und 3 ist dies allerdings nicht gelungen. Vielmehr wurde der Gewinn Trade zu früh geschlossen und beim Verlust-Trade entschied man sich dazu, die Position laufen zu lassen. Als Trader muss man es daher schaffen, sich in solchen Situationen nicht von seinen Emotionen übermannen zu lassen. Ein wichtiger Schritt zur Erreichung dieses Ziels besteht darin, einen Trading Plan zu erstellen und sich vor allem auch während des Tradings an den Plan zu halten. Im Folgenden werden wir aufzeigen, welche Dinge man bei einem solchen Trading Plan beachten sollte. Ganz wichtig ist, den Plan schriftlich niederzuschreiben. Ansonsten läuft man Gefahr, ihn später bei Bedarf zu verändern.

Festlegung der zu handelnden Märkte und Zeiteinheiten

Zunächst sollte man festlegen, auf welchen Märkten und Zeiteinheiten man handeln möchte. Dies hat den folgenden Hintergrund: So stehen einem Trader unzählige Möglichkeiten offen, um an der Börse tätig zu sein. Dazu kommt, dass man als privater Trader keinen Chef hat, der vorgibt, wie man zu arbeiten hat. Daher es wichtig, dass man sich selbst Regeln auferlegt und sich damit diszipliniert. Ansonsten läuft man Gefahr, den ganzen Tag zwischen den Märkten und den verschiedenen Zeiteinheiten hin und her zu springen.

Emotionen kontrollieren

Gerade als Einsteiger sollte man sich zunächst intensiv mit einem Markt beschäftigen. Beliebt ist zum Beispiel der Währungshandel mit dem Euro/US-Dollar oder das Trading dem DAX. Mit der Zeit spricht auch nichts dagegen, sich weitere Märkte anzusehen und auf diesen zu handeln. Jedoch sollte dies niemals spontan geschehen, sondern stets im Rahmen seiner im Trading Plan fixierten Strategie.

Welche Strategie möchte man handeln

Für seine Strategie sollte man sich überlegen, auf welche Art und Weise man seine Trading Entscheidungen treffen möchte. Zur Auswahl stehen dabei sowohl die fundamentale als auch die technische Analyse. Für die technische Analyse kann man wiederum die Charttechnik und technische an Indikatoren einsetzen. Wichtig ist dabei, dass man vorab festlegt, welche Art von Signalen man für seine Einstiege nutzen möchte. Zur Auswahl stehen zum Beispiel die nachfolgend Genannten:

  • Markante Chartformationen
  • Kerzenmuster (zum Beispiel Umkehrkerzen)
  • Widerstände und Unterstützungen
  • Fibonacci Levels
  • Technische Indikatoren (zum Beispiel gleitende Durchschnitte, MACD und RSI Indikator)

Auch hier ist es wichtig, sich beim Trading an seinen Plan zu halten und nicht auf einmal nach neuen Signalen zu suchen. Einen weiteren wichtigen Punkt stellt die Frage nach der Stop Setzung dar. So ist es empfehlenswert, bereits bei der Eröffnung eines Trades eine Stop Loss Kurs zu setzen. Auf diese Weise weiß man von Anfang an, wie hoch der maximal mögliche Verlust ist. Außerdem wird ein solcher Stop Loss automatisch ausgeführt, falls sich der Trade in die falsche Richtung entwickelt. Man ist daher nicht gezwungen, die Position von Hand zu schließen. So hätte man im obigen Beispiel 3 einen Stop Loss von 20 Punkten festlegen können. Somit hätte man nur einen kleinen Verlust erlitten. Viel wichtiger ist jedoch, dass man auf diese Weise viel weniger von seinen Emotionen beeinflusst wird. So kann man den kleinen Verlust einfach abhaken und das nächste Signal für einen neuen Trade abwarten.

Welche Rendite möchte man erzielen?

Als Trader sollte man sich auch darüber Gedanken machen, wie viel Geld man mit dem Börsenhandel verdienen möchte. Denn dadurch wird das Trading planbarer und man hat nicht ständig das Gefühl, einen Trade zu verpassen. Insgesamt sollte man bei seinen Erwartungen realistisch bleiben. So ist es zum Beispiel schwierig, mit einem Handelskapital in Höhe von 2.000 € ein monatliches Einkommen von 2.000 € zu erzielen. Dies mag von Fall zu Fall vorkommen, ist aber nicht die Regel. Demgegenüber gelingt es zum Beispiel professionellen Händlern durchaus, mit einem Trading Kapital von 20.000 € die genannte Summe zu erwirtschaften.

Außerdem sollte man als Trader akzeptieren, dass es keine Strategie gibt, die immer nur Gewinn Trades produziert. Vielmehr ist es wichtig, die unvermeidlichen Verluste möglichst gering zu halten. Dafür kann man, wie gezeigt, einen Stopp Loss verwenden. Zudem ist es empfehlenswert, sich während des Tradings genau zu beobachten: Stellt man fest, dass man sich aufgrund seiner Emotionen nicht mehr an seine Strategie und den Trading Plan halten kann, so sollte man die Handelsplattform sofort ausschalten. Auf diese Weise kann man sich teure Verluste ersparen. Sobald man sich dann wieder besser fühlt, spricht nichts dagegen, mit dem Trading fortzufahren.

Trading Plan nutzen, um seine Emotionen zu kontrollieren

Im Rahmen dieses Artikels sind wir darauf eingegangen, wie man sich als Trader häufig selbst im Weg steht. Wie gezeigt, liegt dies vor allem an den Emotionen, mit denen man während des Tradings konfrontiert wird. Dadurch wird es einem erschwert, Verluste zu begrenzen und Gewinne laufen zu lassen. Es ist daher sinnvoll, sich einen Trading Plan zu erstellen. Darin sollte man genau festlegen, welche Märkte man auf welchen Zeiteinheiten handeln wird. Außerdem sollte man seine Trading Strategie möglichst ausführlich niederschreiben. Dies wird einen während des Tradings disziplinieren und auch „Halt“ geben. Bevor man den Trading Plan allerdings in der Praxis umsetzt, ist es empfehlenswert, ihn zunächst auf einem Demokonto ausprobieren. Heutzutage stellen fast alle Anbieter aus unserem Forex und CFD Broker Vergleich ein solches Konto kostenlos zur Verfügung. Darauf steht virtuelles Kapital zur Verfügung, welches man dazu nutzen kann, das Trading zu trainieren. So bietet sich ein Demokonto auch dafür an, verschiedene Strategien und Handelsstile ausprobieren. Insgesamt sollte man sich als Trader nicht zu stark unter Druck setzen. Denn der langfristige Erfolg stellt sich beim Trading normalerweise dadurch ein, dass man eine für sich passende Strategie jeden Tag konstant handelt.